Gesund abnehmen in den Wechseljahren

– warum es schwieriger wird und wie es dir trotzdem gelingt

Susann Kopie

Viele Frauen stellen in den Wechseljahren fest: Obwohl sie ihre Ernährung nicht verändert haben, nehmen sie plötzlich zu. Besonders am Bauch lagert sich vermehrt Fett an, die Hosen werden enger, und das Gewicht steigt langsam, aber stetig. Das kann natürlich sehr frustrierend sein!

Dabei hat das nichts mit mangelnder Disziplin zu tun, sondern ist die Folge hormoneller und stoffwechselbedingter Veränderungen im Körper.

Doch mit dem richtigen Wissen und entsprechenden Anpassungen ist ein gesundes Abnehmen in den Wechseljahren möglich.

Die wichtigsten Punkte, die dabei zu berücksichtigen sind, findest du in diesem Blog-Artikel.

Warum nehmen Frauen in den Wechseljahren zu?

Viele Frauen fragen sich, warum sie trotz unveränderter Ernährung und gleichbleibender Bewegung plötzlich zunehmen.

Die Ursachen sind vielfältig und hängen eng mit den hormonellen und physiologischen Veränderungen dieser Lebensphase zusammen.

Hormonelle Veränderungen

Die hormonellen Umstellungen wirken sich nicht nur auf den Zyklus und unser Wohlbefinden aus, sondern auch direkt auf den Stoffwechsel:

  • Östrogenmangel: Mit dem Absinken des Östrogenspiegels verschiebt sich die Fettverteilung im Körper. Während in jungen Jahren eher Hüfte und Oberschenkel betroffen sind, lagert sich das Fett nun bevorzugt am Bauch ab.
  • Progesteronabfall: Das Hormon Progesteron wirkt entwässernd. Sinkt es, neigen viele Frauen zu Wassereinlagerungen, die zusätzlich das Körpergewicht beeinflussen.
  • Testosteron- und Androgenbalance: Ein relativer Anstieg männlicher Hormone kann die Fettverteilung ebenfalls hin zum Bauchbereich begünstigen.

Weniger Muskelmasse und erniedrigter Grundumsatz

Spätestens ab Mitte 40 verliert der Körper pro Jahr etwa 0,5–1 % Muskelmasse, wenn wir nicht aktiv etwas tun und Muskulatur aufbauen.

Da Muskeln das „stoffwechselaktive Gewebe“ sind, sinkt automatisch der Grundumsatz – also die Kalorienmenge, die der Körper im Ruhezustand verbrennt.

Bei gleichbleibender Ernährung entsteht so schneller ein Kalorienüberschuss.

Insulinresistenz und Blutzuckerschwankungen

Durch die hormonellen Veränderungen verschlechtert sich oft die Insulinsensitivität. Das bedeutet: Die Körperzellen nehmen Zucker weniger effizient auf, so dass mehr Insulin ausgeschüttet wird.

Und das hat Folgen:

  • hohe Insulinspiegel blockieren die Fettverbrennung
  • ein schwankender Blutzuckerspiegel führt zu Heißhunger, insbesondere auf Süßes und Weißmehlprodukte

Schlafstörungen und Stress

Auch Schlaf und Stress spielen eine entscheidende Rolle für dein Gewicht und für den Körperfettanteil:

  • Schlafprobleme: Bereits wenige Nächte mit schlechtem Schlaf erhöhen die Ausschüttung von Ghrelin (Hungerhormon) und senken Leptin (Sättigungshormon). Das kann zu einem verstärktem Appetit und unkontrollierten Essanfällen führen.
  • Chronischer Stress: Ein dauerhaft erhöhter Cortisolspiegel begünstigt die Einlagerung von Bauchfett, steigert Heißhunger und erschwert die Gewichtsabnahme.

Veränderungen im Lebensstil

Neben den biologischen Faktoren verändern sich mit zunehmendem Alter oft auch die Alltagsgewohnheiten:

  • weniger Bewegung
  • erhöhter Stresslevel
  • Essen als Belohnung oder
  • Routinegewohnheiten wie das tägliche Brötchenfrühstück.

Was früher kaum ins Gewicht fiel, wirkt sich nun deutlich stärker aus.

Gesund abnehmen in den Wechseljahren

– die wichtigsten Strategien

Blog Abnehmen Ernoehrung

Um das Gewicht in den Wechseljahren erfolgreich zu regulieren, brauchst du keine strengen Diäten, sondern kluge Strategien, die die veränderten Bedürfnissen deines Körpers berücksichtigen.

Strenge Diäten sind sogar meist kontraproduktiv, da sie den Körper zusätzlich unter Stress setzen und schnell zu Nährstoffmängeln führen können.

Die folgenden Ansätze können dir dabei helfen, nachhaltig und gesund abzunehmen.

1. Blutzuckerspiegel stabilisieren

Ein stabiler Blutzuckerspiegel ist die Grundlage für ein erfolgreiches Abnehmen.

Wenn der Blutzucker nach jeder Mahlzeit stark schwankt, sind Heißhunger und Energieeinbrüche vorprogrammiert.

Ein gleichmäßiger Verlauf hingegen verhindert unkontrolliertes Essen und unterstützt die Fettverbrennung.

💡 Um den Blutzucker möglichst konstant zu halten, lohnt es sich, die Mahlzeiten bewusst zu gestalten:

  • vermeide bzw. reduziere Zucker, Süßigkeiten und Weißmehlprodukte
  • setze auf ballaststoffreiche Lebensmittel wie Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkorngetreide
  • kombiniere Kohlenhydrate immer mit Eiweiß und gesunden Fetten

2. Pausen zwischen den Mahlzeiten

Ständiges Snacken hält den Insulinspiegel hoch – und blockiert die Fettverbrennung.

💡 Um den Körper wieder in den Fettstoffwechsel zu bringen, helfen klare Mahlzeitenstrukturen:

  • plane 3 Hauptmahlzeiten pro Tag
  • verzichte aufs Naschen zwischendurch
  • halte Pausen von 4–6 Stunden zwischen den Mahlzeiten ein

So hat dein Verdauungssystem ausreichend Zeit, sich zu regenerieren und es werden starke Blutzuckerschwankungen durch ständiges Essen verhindert.

3. Weizenprodukte reduzieren

Weißmehlprodukte lassen den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen und wieder abfallen – ein Kreislauf, der Hunger und Gewichtszunahme fördert.

💡 Besonders in den Wechseljahren ist es sinnvoll, Weizen zu reduzieren und durch nährstoffreichere Alternativen zu ersetzen:

  • ersetze Weißmehl durch Quinoa, Hirse, Buchweizen oder Dinkelvollkorn
  • meide Fertigprodukte mit verstecktem Weizenanteil

Durch den Verzicht auf Weizen verbessert sich auch oft die Verdauung und Heißhunger wird reduziert.

4. zu jeder Mahlzeit eine Eiweißquelle

Eiweiß ist der oft unterschätzte Schlüssel für erfolgreiches Abnehmen in den Wechseljahren.

Es sättigt länger, stabilisiert den Blutzucker und unterstützt den Erhalt der Muskulatur – ein entscheidender Faktor bei sinkendem Grundumsatz (im Zusammenspiel mit Muskelaufbau und Bewegung).

In den Wechseljahren sollte er daher gezielt in jede Mahlzeit integriert werden:

  • bevorzuge pflanzliche Alternativen wie Linsen, Kichererbsen, Tofu oder Nüsse
  • bei tierischen Eiweißquellen wie Fisch, Eier oder mageres Fleisch achte unbedingt auf eine gute Bio-Qualität
  • Richtwert: 1,2–1,5 g Eiweiß pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag

💡 Mein Tipp: Ergänze deine Mahlzeiten gezielt – ein Ei mehr zum Frühstück, eine Eiweißquelle (Fisch, Geflügel, Tofu, Hülsenfrüchte, Nüsse) im Salat oder Nudeln aus Hülsenfrüchten (rote Linsen, Kichererbsen, grüne Erbsen) können schon viel bewirken.

5. Bewegung gezielt einsetzen

Neben der Ernährung ist Bewegung unverzichtbar, um Gewicht zu regulieren und den Stoffwechsel aktiv zu halten.

💡 Besonders empfehlenswert sind:

  • Krafttraining, um dem fortschreitenden Muskelabbau entgegenzuwirken.
  • moderates Ausdauertraining wie Radfahren, Schwimmen oder Walken
  • Alltagsbewegung durch Spazierengehen, Treppensteigen oder kleine Aktivpausen

6. Stress reduzieren und Schlaf verbessern

Ohne regelmäßige Erholungsphasen ist ein gesundes Abnehmen fast unmöglich.

Stress und Schlafmangel beeinflussen Hormone und fördern die Einlagerung von vermehrtem Bauchfett.

💡 Meine Tipps:

  • eine regelmäßige Schlafroutine und Schlafhygiene (z. B. Bildschirme abends meiden)
  • Entspannungsmethoden wie Meditation, Yoga oder Atemübungen
  • kleine Auszeiten im Alltag, um den Cortisolspiegel zu senken

Fazit: Abnehmen in den Wechseljahren ist möglich

Auch wenn hormonelle Veränderungen und ein langsamerer Stoffwechsel die Gewichtsregulation erschweren, gibt es wirksame Stellschrauben.

Mit einem stabilen Blutzuckerspiegel, klaren Essenspausen, weniger Weizen, mehr Eiweiß und gezielter Bewegung kann es auch dir gelingen, in den Wechseljahren gesund abzunehmen.

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